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Neues/Altes zum Schulkopfschmerz

Hoofdpijn (B.Demeyere)Eine der dankbarsten und effektivsten Behandlungsgründe bei Jugendlichen ist der Kopfschmerz. Wir haben da eine Trefferquote von ca. 90%, d.h. bei 9 von 10 Kindern kann man den Kopfschmerz massiv vermindern bzw. zum Verschwinden bringen.

Wie viele derartige Beschwerden hat auch der Kopfschmerz eine ‚Begabungskomponente‘. Er tritt in Familien gehäuft auf und unserer Erfahrung nach nicht deshalb, weil die Kinder das von ihren Eltern kopieren. Die Veranlagung, auf Belastung mit Kopfschmerz zu reagieren, kann kaum beseitigt werden, wohl aber die auslösenden Momente. Da sollte man ansetzen und gleichzeitig – relativierend – den Familien zu Verstehen geben, dass das eben kein Wundermittel ist, sondern praktische Hilfe mit all ihren Grenzen. Das Hämmernde, das auch in dieser Karikatur zum Thema eine wichtige Rolle spielt, wird immer wieder bei der Beschreibung der Schmerzen erwähnt. Nach vielen Versuchen sind wir im Übrigen völlig von der klassischen Unterscheidung zwischen Migräne, Clusterkopfschmerz & Spannungskopfschmerz als primäre ‚Typen‘ abgekommen. Es hilft uns nicht bei der Therapie. Das soll natürlich nicht heißen, dass man nicht die Differentialdiagnose ernst nimmt: bei jedem noch so ’normalen‘ Kopfschmerzpatienten jeden Alters muß man all die seltenen, aber um so dramatischeren anderen Ursachen im Blick behalten.

Wir haben uns vor einigen Jahren sehr bemüht, den Effekt von manueller Therapie bei kindlichem Kopfschmerz statistisch sauber aufzuarbeiten. Nach 3 Jahren und viel materiellem und zeitlichem Einsatz wurde klar, dass dies an den Realitäten der kinderärztlichen Arbeitsbelastung scheitert. Auch uns wohlgesonnene Pädiater konnten nicht die Zeit aufbringen, die nötigen Protokolle zu komplettieren, und so mußten wir diese Arbeit blutenden Herzens abbrechen. Wir haben darüber berichtet und der neuropädiatrische Kollege, der mit an Bord war, sagte mir damals: „Nach dieser Erfahrung glaube ich keiner Studie über Kopfschmerz mehr!“

So bleibt uns im Wesentlichen nur die Mund-zu-Mund Propaganda auf der Basis unserer (hoffentlich) guten Arbeit.

Konzepte und Vorgehensweisen haben wir in einem kleinen Artikel zusammengestellt, der hier nachzulesen ist (Schulkopfschmerz_14).

 

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