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Aktuelles

18. Kongress der EWMM 8.-11. April 2010 in Köln mit Workshops

Anatomie der Universität zu Köln

Workshops am Donnerstag, 8. April eben dort

Schwerpunkt diesmal:

Manualmedizin bei ganz Erwachsenen: Spezifika der Physiologie und
Biomechanik bei WS-Funktionsstörungen in der 2. Lebenshälfte

Offizielle Kongressseite der EWMM mit allen Infos —› hier

Erste Informationen anfordern unter —› EWMM_2010@manmed.de

Flyer —› hier

Referentenliste —› hier


Schulkinder und Ihre Probleme

Nicht alle Eltern sind glücklich mit den angeblich so 'einfachen' medikamentösen Behandlungsvorschlägen, die sie bei ihren Schulkindern angeraten bekommen. Angeraten im Übrigen nicht selten von der Schule, wobei dies dann nicht selten mit dem Hinweis gekoppelt ist, dass sonst ein Verbleib gefährdet wäre. Derartige Erzählungen der Familien sind unsere tägliche Erfahrung in der Praxis.
Keiner macht es sich leicht mit dem Vorschlag, Kindern über lange Zeit schwere Psychopharmaka zu verabreichen, damit sie unseren Ansprüchen an Leistung und Disziplin genügen. Aber der Griff zur Pille ist in unserem Denken so leicht gemacht, dass andere Ansätze es nicht einfach haben.
Gerade die Tatsache, dass eine schiefe und verspannte Haltung - so man sie überhaupt erkennt - auch über das körperliche hinaus wirksam ist bleibt für viele überraschend.
Der Bericht der Mutter, den wir hier abdrucken, ist nicht repräsentativ für alle. Es klappt nicht immer, es klappt nicht immer so gut. Aber wenn es klappt hat man einem jungen Menschen eine Türe aufmachen können, die einen Fortschritt ohne Dauermedikamente ermöglicht.

Bericht hier


Nexus® - Erfahrungsbericht

Lieber Herr Dr. Biedermann,

ich schulde Ihnen noch einen Erfahrungsbericht zu NEXUS®. Ich habe das Kissen in den letzten Monaten immer wieder eingesetzt, nicht mit sturer Regelmäßigkeit, sondern immer dann, wenn es gelegen kam. Manchmal war dies, wenn ich starke Verspannungen hatte, aber das war keine Vorraussetzung zur Nutzung.

Damit wären wir bereits beim größten Vorteil von NEXUS®: es ist einfach und völlig aufwandslos nutzbar. Es ist ungemein entspannend und erfüllt damit den erwünschten Zweck, der Hinweis im Merkblatt zum Thema „Schlüsselbundschlaf“ ist durchaus berechtigt – man kann ohne weiteres wegschlummern. Aus meiner Sicht ist der Nutzen im Bett stark eingeschränkt aufgrund der relativ weichen Unterlage, ich benutze es auf einer Gymnastikmatte. Was mir noch nicht klar ist, ist der beste „Aufsatzpunkt“ am Hals, d.h. näher zum Kopf, näher zur Schulter oder in der Mitte. Da ich letztendlich keine Unterschiede festgestellt habe, vermute ich, es ist irrelevant – eine Klarstellung bietet sich aber eventuell bei der nächsten Überarbeitung des Merkblattes an.

All dies sind wahrscheinlich keine besonders neuen Erkenntnisse. Der wichtigste Punkt ist: es ist äußerst entspannend (bestimmt auch, weil es zur Ruhe diszipliniert) und funktioniert damit hervorragend. Wie bereits gesagt, basieren meine Beobachtungen nicht auf einem sonderlich systematisches Vorgehen – sollte so etwas für Sie hilfreich sein, biete ich gerne meine Hilfe an.

Ich wünsche Ihnen jedenfalls alles Gute bei einer eventuellen kommerziellen Vermarktung von NEXUS®,

mit besten Grüssen

X.X.


Impfen und Manualmedizin

Wir haben immer mal wieder gesehen, dass es besser ist, die kleinen Patienten nach der Behandlung in Ruhe zu lassen um sie nicht zu überlasten.
Jetzt fiel uns auf, dass vor allem im Herbst deutlichere Erstverschlimmerungen nach Behandlung bei uns auftreten können. Nachdem wir systematisch fragten, stellte sich dabei sehr oft heraus, dass eine Impfung unmittelbar vor oder nach unserer Manualtherapie stattgefunden hatte.
Das langfristige Ergebnis wird dadurch nicht verschlechtert, aber die Eltern - und natürlich auch das Baby - haben ein paar unnötig stressige Tage.
Vielleicht hängt das damit zusammen, dass man im Herbst ohnehin schneller Atemwegsinfekte aufliest, und dann dieser Infekt, der 'künstliche' Infekt der Impfung und der Streß der Manualtherapie zusammenkommen.
Deshalb nochmals die Bitte an die Eltern:
Geben Sie Ihrem Kind vor und nach der Behandlung durch einen Manualmediziner einige Tage Zeit. So vermeidet man überschießende Reaktionen.


Gleitsichtbrillen und Arbeiten am Computer

Manchmal muss man erst selber die schlechten Erfahrungen machen, um seinen Patienten besser helfen zu können...
Schon lange habe ich mit dem mir unverständlichen Phänomen gekämpft, dass viele 'mittelalte' Patienten, die am Rechner arbeiten starke Nackenverspannungen haben, die wir eigentlich mehr vom über-Kopf-arbeiten kennen, also weniger die von früher bekannten Schmerzen durch zu langes nach vorn Halten des Kopfes - das sieht man mehr bei jüngeren Leuten, die alles auf dem Laptop haben und so wieder viel in Kopfvorbeuge sind.

Nein, diese Patienten haben einen ganz klassischen Rechner zu Hause und sind Redakteure, Programmierer o.ä., also beruflich täglich stundenlang am Schirm.
Wenn dabei die modernen Gleitsichtbrillen getragen werden hat man zwei Probleme gleichzeitig: zum einen muss man den Kopf in relative Rückbeuge bringen, um den ca. 50 cm entfernten Schirm scharf zu sehen, zum anderen hat man wenig seitliche Abweich-Möglichkeiten, da der scharfe Punkt bei den Gleitsichtbrillen nur sehr klein ist. Dadurch sitzt man in sehr verspannter Haltung. Kommt dann noch ein Problem am Schirm hinzu, das einen 'ärgert', hat man alle Ingredienzien für eine schmerzhafte Überlastung der Nackenmuskeln beieinander.

Diesen Patienten empfehle ich, sich speziell für die Arbeit am Bildschirm eine Fix-Fokus-Brille machen zu lassen, die auf die Arbeitsentfernung gerechnet ist und so ein entspanntes Arbeiten möglich macht, auch weil man dann mit dem Kopf ein bißchen hin- und herdrehen kann und die Dinge auf dem Schirm immer noch scharf sieht. Ich hatte - eher zufällig - eine 'überflüssige' Brille mit solchen Gläsern ausstatten lassen, eigentlich eher für die Arbeit in der Dunkelkammer, dann aber schnell gemerkt, wie viel besser ich damit am Rechner zurecht kam. Zu Anfang kam ich mir blöd vor, so einen simplen und offensichtlichen Ratschlag anzukarren - aber man wundert sich, wie wenige Betroffene daran von selber denken....


Retainer bei jungen Frauen problematisch

In den letzten Monaten haben wir eine ganze Reihe von Patientinnen gehabt, bei denen nach Abschluss der kieferorthopädischen Behandlung ein so genannter 'Retainer' eingebaut worden war, um die erreichte Position der Zähne zu halten.
An sich ein ganz logischer und einleuchtender Abschluss der ja oft aufwendigen und zeitraubenden Gebiß-Repositionierung. Man kann gut verstehen, dass alle Beteiligten das mühsam Erreichte fixieren wollen.

Oft geht das auch gut - aber eben nicht immer. Zähne, Hals und statische Basis (das heißt die Auflageebene des letzten Lendenwirbels auf dem Becken) müssen zusammenpassen. Wenn nun eine Haltungsasymmetrie vorhanden ist - und nicht immer ist dies ganz ausgleichbar - wird auf die Zähne von der Haltung her Druck ausgeübt, dem diese dann durch wandern in eine optimale Position nachgeben.
Nun ist diese Position nicht immer 'schön', d.h. es kann sein, dass die Zähne dann eben etwas verkantet dastehen. Dass dann manche jungen Frauen unzufrieden sind kann man nachvollziehen.
Der Retainer, den die Kollegen Kieferorthopäden dann anbieten, fixiert aber die Zähne gegen diesen Einfluss so, dass es zu Spannungen kommen kann. Wir haben bei diesen Patientinnen nachweisen können, dass die geklagten Beschwerden - meist migräneartige Kopfschmerzen - von Verspannungen im Kaumuskelapparat ausgelöst waren und zuverlässig Besserung erreicht, wenn die Retainer ausgebaut wurden.Man muss dann halt abwägen, was wichtiger ist...